Pädagogisches Konzept

Wir arbeiten an der Verwirklichung unserer Idee einer dörflichen Schule, in der Kunst und Kultur eine große Rolle einnimmt. Das wird sich nicht nur am und im Bau unserer Gebäude niederschlagen, sondern bestimmt unser Leben und Arbeiten schon jetzt wesentlich.
Das große Areal, das uns zur Verfügung steht, lässt Gartenbau und Tierhaltung nicht nur Idee sein, sondern drängt zur Verwirklichung.

Unser Bildungsangebot wird von der Vorschulstufe über die 1.-12. Klasse bis hin zum Abitur im 13. Jahr reichen. Wir streben an, alle staatlichen Schulabschlüsse anzubieten.

Unsere Schule begreifen wir als einen Lebensort mit offenen Türen zur Welt.
In einer Zeit, in der Pisa-Studie und Leistungsanspruch die Medien beschäftigt, ist die Waldorfpädagogik mit ihrem lebendigen Menschenbild eine Alternative zum Staatsschulsystem.
Im Sinne Pestalozzis und Steiners verstehen wir Menschenbildung als Prozess des Reifens der leiblichen, seelischen und geistigen Individualität des Menschen. Als wohl kostbarste Grundlage für Bildung an sich stellt das "Mensch werden" auch ein hohes Gut der Gesellschaft dar.
Diese Pädagogik schöpft aus den Anregungen Rudolf Steiners, den Quellen der anthroposophischen Menschenkunde und Erziehungskunst, um für die Phänomene unserer Zeit angemessene Antworten zu finden.

Im Informationszeitalter steht die Vermittlung von rein intellektuellem Wissen weniger im Vordergrund, als die Bildung kostbarer individueller Fähigkeiten, wie zum Beispiel die Fähigkeit lebenslangem Lernens, des individuellen Urteilens oder der Fähigkeit, Wissensgebiete miteinander zu verknüpfen und neue Lösungen zu finden.

Jedes einzelne Kind mit seinen unterschiedlichen Begabungen wird in stabilen Klassengemeinschaften gefördert, so dass sich das im Kind veranlagte Entwicklungspotential entwickeln und entfalten kann.
Dabei werden Leistung, Sozialverhalten und Persönlichkeitsentwicklung nicht bewertet, sondern ausführlich beschrieben.

Die Klassen bleiben in verbindlichen Klassengemeinschaften von der 1. bis zur 12. Klasse zusammen. Es gibt kein Aussortieren und kein Sitzenbleiben, sondern Kontinuität und Verlässlichkeit.
Mit diesem Anliegen führt die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer die Schüler durch die Grund- und Mittelstufe (1.-8.Klasse). So ist er in der Lage, die individuelle Entwicklung jedes einzelnen Kindes zu begleiten.

Die Sprachbildung ist fester Bestandteil des Lehr- und Lernkonzeptes. Grundsätzlich bieten wir ab der 1. Klasse Russisch und Englisch als Unterichtsfach an. Sprachen werden jedoch auch in anderen Zusammenhängen genutzt und vertieft, beispielsweise in englischsprachigen Sportstunden oder fremdsprachlichen Theateraufführungen.

Inhalte und Methoden sprechen die Kinder und Jugendlichen in ihrer menschlichen Ganzheit an und orientieren sich an deren Entwicklungsstand.
Intellekt und kreative, künstlerische und soziale Fähigkeiten werden im Gleichmaß gefördert.
Auch die praktische Arbeit bekommt einen hohen Stellenwert. Neben – auch außerschulischen - Praktika werden Klassenspiele, Jahresarbeiten, Handwerken, Gartenbau, Kunst und Musik zu den Unterrichtsangeboten gehören.

An die gärtnerische Tradition der Blumenstadt Erfurt anknüpfend soll vor allem der Gartenbau als wichtiges Erfahrungsfeld entwickelt werden. Hierzu besteht bereits eine gute Kooperation zu einem traditionell arbeitenden Saatzuchtbetrieb. Unsere Schüler können dort neben den eigenen gärtnerischen Tätigkeiten bereits frühzeitig die Arbeitswelt eines echten Betriebes kennen lernen.

Der Schulgarten, der in den kommenden Jahren deutlich erweitert und zu einem Gartenbaugelände entwickelt werden soll. <em>Foto: Archiv Freie Waldorfschule Erfurt</em>
Der Schulgarten, der in den kommenden Jahren deutlich erweitert und zu einem Gartenbaugelände entwickelt werden soll. Foto: Archiv Freie Waldorfschule Erfurt

Wollen Sie sich ausführlicher informieren, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf oder nehmen Sie am "Tag der offenen Tür" bzw. den Informationsabenden teil.