Großes Olympisches Feuer trotz strömenden Regens

„Ergreift den Speer!" Die Recken aus Korinth und Athen, aus Sparta und Ephesos bücken sich nahezu gleichzeitig. Auf das nächste Kommando des großen Mannes mit der weißen Toga und der roten Schärpe bringt sie ein Ausfallschritt in eine beeindruckend korrekte Wurfhaltung. Kurz darauf fliegen vier Speere in sehr passablem Bogen über den Sportplatz in Möbisburg.

Absolut eindrucksvoll und ungeheuer diszipliniert trugen am letzten Junisonntag die Schüler unserer 5. Klasse, der 5. Klasse aus der Waldorfschule in Thale und der Janusz-Korczak-Schule in Krakow ihre Olympischen Spiele aus. Nach ihrem gelungenen Stadion-Einlauf, entschlossenem Trompetensignal und der Entzündung und Weitergabe des Olympischen Feuers von Sportler zu Sportler warteten fünf Disziplinen auf die mit Togen bekleideten Kontrahenten: Wettlauf und Streitwagenrennen, Weitsprung, Diskus- und der schon erwähnte Speerwurf.

Die Kampfrichter brauchten für ihr Amt weder Bandmaß noch Stoppuhr: Zu vermerken hatten sie nur, ob der Sportler „schnell", „weit" und seine Aktion „schön" war. Und so gab es tatsächlich keinen einzigen Verlierer, sondern Begeisterung, enorm viel Kampfgeist und vor allem eine Respekt abverlangende Ausdauer bei diesen „Olympischen Wasserspielen", wie ein Lehrer witzelte. So herrliche Spiele bei strömendem Regen!

Das zeugt von einer fantastischen Vorbereitung durch Sportlehrer Nico Karsdorf und die Klassenlehrer, viele helfende Hände beim Toga-Nähen, Organisieren, Essenzubereiten und und... Ein großes „Dziekuje" an Clara aus der 4. Klasse, die mit ihrer Mutter Frau Klich für unsere Gäste aus dem Polnischen ins Deutsche und zurück übersetzte!

Freigabe: 04.07.2014, 00:00 / Kathrin Schanze

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