Herzliche Einladung zum Christgeburtsspiel

Was wünschen Sie sich zu Weihnachten? Ruhe, Frieden, Besinnlichkeit, Innigkeit, Raum für neue Impulse für das kommende Jahr?
Und wie stimmen Sie sich im Advent auf die kommenden, so besonderen zwölf Tage "zwischen den Jahren" ein?

Eine Möglichkeit zur Einstimmung möchten wir Ihnen am Dienstag, 17.12.2024, 17 Uhr, eröffnen: Erleben Sie mit uns das alte und immer wieder neue Wunder der Christgeburt!

Herzliche Adventsgrüße senden
Silke Koebke und Andrea Fabry

Zum Hintergrund des Christgeburtspiels:

"Volkstümliche biblische Spiele wurden in den Städten und Dörfern schon im Mittelalter aufgeführt, weil die Menschen die Bibeltexte, die nur in lateinischer Sprache vorlagen, nicht lesen konnten. So wurden die biblischen Geschichten in Bildern oder eben auch szenisch dargestellt, um sie den Menschen nahezubringen. Dieser „mittelalterliche Strom“ der Weihnachtsspiele versiegte jedoch irgendwann im 19. Jahrhundert. Ganz speziellen historischen Umständen war es aber zu verdanken, dass die „Oberuferer Weihnachtsspiele“ erhalten blieben: Im 18. Jahrhundert besiedelten nämlich die sogenannten „Donauschwaben“, die keineswegs nur aus Schwaben stammten, das südosteuropäische Donaugebiet Österreich-Ungarns, so zum Beispiel das Dorf Prievoz
bei Preßburg (heute Bratislava), welches die Deutschen „Oberufer“ nannten. Es waren zumeist protestantische Christen aus Österreich und aus deutschen Landen, die nun unter Slowaken, Ungarn und Rumänen leben sollten. In ihrem „geistigen Reisegepäck“ hatten sie ihre alten Sitten und Gebräuche, darunter die traditionellen Weihnachtsspiele, die sie dort in der Fremde weiterpflegten und auf diese Weise „konservierten“, während sie anderswo in Vergessenheit gerieten. Indes wären auch diese Spiele heute längst vergessen, wenn der österreichische Sprach- und Literaturwissenschaftler Karl Julius Schröer sie um 1860 nicht aufgeschrieben und Rudolf Steiner später nicht neu entdeckt und zur Wiederaufführung gebracht hätte. Seit 1910 lebten die drei Spiele (das Christgeburts-, das Paradeis- und das Dreikönigsspiel) nun weiter in anthroposophischen und Waldorfkreisen. Etwas Besonderes ist die altertümliche Mundart, die in den Weihnachtsspielen gesprochen wird. Sie stammt aus dem 18. bzw. 19. Jahrhundert, wird heute nirgends mehr so gesprochen und wäre allein für sich schon schützenswert." J.O.Bodemann, Schulpost Jena vom 13.12.2024

Freigabe: 16.12.2024, 00:00 / Schulbüro

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